Riester Banksparplan Test

In der Finanztest-Ausgabe 11/2012 nahmen Experten der Stiftung Warentest Riester Banksparpläne unter die Lupe. Dabei unterzogen die Warentester insgesamt 84 Sparpläne einer genauen Prüfung. Von den 84 Angeboten konnten drei nicht bewertet werden, so dass insgesamt 81 Sparpläne Einzug in die Testtabelle fanden. Die Prüfer legten folgende Kriterien an:

  • Anbindung an die Umlaufrendite, Bewertung des Ertrages
  • Qualität des Vertrages
  • Zins-Bonuszahlungen
  • Kosten

Dabei konnten vor allem regionale Anbieter punkten. Testsieger wurde die Sparkasse Radevormwald-Hückeswangen mit ihrem Riester Banksparplan. Danach folgen mit der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld und Sparkasse Paderborn-Detmold weitere regionale Anbieter.

Keine versteckten Kosten

Trotz der niedrigen Zinsen gehen die Warentester von einer guten Perspektive der Riester Banksparpläne aus. Die Experten heben hervor, dass die Angebote in der Regel keine versteckten Kosten bergen und der zugesagte Zinssatz, auch wenn er niedrig ist, direkt dem Sparer zugute kommt. Darüber hinaus ist für die Rendite eines Sparplanes die Höhe der zukünftigen Zinsen von entscheidender Bedeutung. Wer in der jetzigen Niedrigzinsphase einen Vertrag abschließt, hat ohnehin noch nicht viel Kapital angespart, das verzinst wird. Interessant wird die Höhe der Zinsen erst gegen Ende der Laufzeit, wenn viel Geld angespart wurde. Zudem erhalten Riester Sparer zu den Zinsen die staatlichen Zulagen, die für eine Vermehrung ihres Kapitals sorgen. Damit wird ein Riester Banksparplan trotz derzeit magerer Zinsen zu einer durchaus lukrativen Altersvorsorge.

Deutliche Unterschiede bei einzelnen Anbietern

Trotzdem gibt es unter den verschiedenen Anbietern deutlich Unterschiede. Die Warentester kamen bei einem Sparplan mit einer Laufzeit von 25 Jahren auf Differenzen bei der Auszahlungssumme von bis zu 11.000 Euro. Bei einem steigenden Zinsniveau würden sich den Experten zufolge noch größere Diskrepanzen zwischen den einzelnen Anbietern ergeben.

Von einer Momentaufnahme der Zinshöhe rät die Stiftung Warentest ab. So muss ein vermeintlicher hoher Zinssatz nicht unbedingt eine hohe Rendite versprechen. Anbieter, die ihre Zinsen nicht an die Umlaufrendite koppeln sondern nur einen bestimmten Zinssatz an ihre Kunden weitergeben wirken in Niedrigzinszeiten attraktiv. Steigen die Zinsen wieder, so sieht der Zinssatz nicht mehr ganz so lukrativ aus.

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