Riester Banksparplan Vorteile, Nachteile und Fazit

Riester Verträge punkten mit Zulagen und Steuervorteilen

Der Riester Banksparplan bietet eine geringe Rendite, punktet aber vor allem mit den staatlichen Zulagen und den steuerlichen Vorteilen. In der staatlichen Förderung liegt der größte Vorteil eines Riester Vertrages. Im Durchschnitt liegt die Förderung bei einem Anteil von 30 Prozent. Das heißt, wer 70 Euro anspart, erhält vom Staat weitere 30 Euro als Zulage. Damit wird die magere Rendite der Verträge durchaus ausgeglichen.

Vorteilhaft ist die Transparenz des Riester Banksparplans. Wer jetzt beginnt zu riestern, weiß genau, wie hoch die spätere Garantierente ausfallen wird. Dieser Betrag muss bereits bei Abschluss des Vertrages vom Anbieter garantiert werden.

Darüber hinaus wird ein Riester Vertrag nicht auf das Barvermögen des Sparers angerechnet. Sollte während der Laufzeit des Sparplans eine Arbeitslosigkeit eintreten, so wird das angesparte Riester Kapital nicht auf das Vermögen angerechnet.

Im Rahmen der nachgelagerten Besteuerung wird die Steuerlast auf die Auszahlungsphase verschoben. Das heißt, während der Einzahlungsphase werden die Erträge aus dem Sparplan nicht versteuert. Während der Einzahlungsphase bietet sich damit gerade für Besserverdiener ein großer Vorteil.

Nachteile der Riester Banksparpläne

In der nachgelagerten Besteuerung liegt dann auch der gravierendste Nachteil der Riester Banksparpläne. Während der Auszahlungsphase müssen die Rentenbeträge voll versteuert werden. Da im Alter jedoch mit einer geringeren Steuerlast zu rechnen ist, wirkt sich dieser Nachteil in der Regel nicht erheblich aus.

Wird der Vertrag während der Laufzeit aufgelöst, so kommt das den Sparer teuer zu stehen: Die Steuervorteile müssen zurückgezahlt werden und die bisher erzielten Erträge müssen ebenfalls versteuert werden. Auch bereits gezahlte Verwaltungskosten werden bei einer vorzeitigen Auflösung nicht erstattet.

Ein weiterer Nachteil ist der bürokratische Aufwand bei einem Riester Vertrag: Die Zulagen müssen jährlich beantragt werden. Dazu muss der Riester Sparer jedes Jahr aufs Neue an die Beantragung der staatlichen Förderung denken. Zu beachten ist dabei, dass der Sparer mindestens vier Prozent seines Vorjahreseinkommens in seinen Vertrag einzahlen muss, sonst erhält er keine staatliche Förderung.

Fazit

Wer genau weiß, dass er bis zum Ende der Laufzeit in seinen Riester Banksparplan einzahlen kann, fährt mit der zusätzlichen staatlichen Förderung und den Steuervorteilen gut. Die schwache Rendite wird durch die Zulagen ausgeglichen. Aufgrund der geringeren Steuerlast während der Rente kann der die nachgelagerte Besteuerung als Nachteil vernachlässigt werden.

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